Die Geschichten dahinter

Hinter jedem "Gelben Hund" steckt eine ganz persönliche Geschichte, warum ausgerechnet er ein "Gelber Hund" ist. Hier stellen wir Euch diese Geschichten vor. Sie stammen aus der Feder der Besitzer, die sich allesamt wünschen, dass Ihre Hunde respektiert und nicht dauernd hinterfragt oder angezweifelt werden. 

 

Ich würde euch gerne meine Geschichte zum gelben Hund erzählen.

 

Vor ein paar Jahren haben wir Seven bekommen, unsere Staffi Hündin. Wir haben schnell gemerkt, dass sie nicht gut mit einigen Hunden auskommt. Durch unsere eigene Unerfahrenheit hat sich das Problem noch weiter verschlimmert. Es hat mir aber auch den Ansporn gegeben, mich mit Hundeerziehung näher auseinander zu setzen.

Es kristallisierte sich heraus, dass Seven ein starkes Sozialisationsdefizit hat und mit der Zeit eine starke Verhaltensstörung entwickelt hat.

Vor knapp 2 Jahren hatte Seven einen guten Trainingsstand, Hundebegegnungen arteten nicht mehr in Stress aus und wir waren recht zufrieden.

Dann bekam Seven einen Bandscheibenvorfall. Die Schmerzen und die eingeschränkte Bewegungsfreiheit warfen sie weit im Training zurück. Aber andererseits merkten wir dass sie die Gesellschaft von anderen Hunden misste. Nachdem sich ihr gesundheitlicher Zustand etwas gebessert hatte, kauften wir uns einen Welpen dazu, den sie ohne Umwege akzeptierte.

Leider waren Hundebegegnungen draußen wieder zum Problem geworden. Dazu kam die Tatsache, dass viele Leute einfach ihre Hunde ohne Rücksicht frei laufen ließen und diese auch nicht abriefen.

Zu der Zeit hörten wir das erste mal von Gulahund. Wir entschieden uns dafür dass Seven auch ein gelber Hund ist und legten ihr eine Schleife an. Da viele Leute das nicht kannten, leisteten wir Aufklärungsarbeit wo wir nur konnten. Die Situation und ihr Trainingsstand besserten sich wieder.

Letztes Jahr habe ich mich als Hundetrainerin selbstständig gemacht.

Da ich viel Wert auf Alltagstauglichkeit legte, habe ich mich dazu entschlossen, in öffentlichem Gebiet zu trainieren. Auch hier stand ich wieder vor einem Problem. Man ist mit einer Gruppe Hunde unterwegs, es kommt einem ein anderer Hund entgegen, man nutzt die Situation, trainiert das Absitzen am Wegrand, und die fremden Leute lassen ihre Hunde trotzdem an die Absitzenden dran.

So bekamen auch meine Trainingshunde gelbe Schleifen um.

Auch Seven ist leider wieder ein gelber Hund. Seit ein paar Monaten leidet sie an Epilepsie. Diese Kurzschlüsse im Gehirn hemmen ihr Urteilsvermögen und ihre Aufnahmefähigkeit, desweiteren sollte sie jeden Stressauslöser meiden. Die gelbe Schleife ist mittlerweile recht bekannt, sodass wir kaum Probleme haben. Danke für diese tolle Idee

 

Anmerkung der Redaktion: Leider ist Seven im August 2014 über die Regenbogenbrücke gegangen. Gute Reise süße Maus - dort brauchst du keine gelbe Schleife...


 

Hallo zusammen, ich würde gerne unsere Geschichte erzählen warum meine Hunde Freiraum brauchen :)

 

Mit 13 Jahren habe ich meinen ersten Hund, einen Altdeutschen Hütehund Welpen, bekommen. Tonka war damals 11 Wochen alt. Alles schien toll und ich wünschte mir immer, sie sollte so werden wie Lassie oder Rex aus dem Fernsehn. Dass das nicht jeder Hund sein konnte, merkten meine Familie und ich sehr schnell. Meine Familie hatte zwar schon zwei Hunde davor, dennoch fehlte es an Erfahrung und Wissen.

 

Tonka war am Anfang sehr schüchtern gegenüber fremden Hunde und durch mein fehlendes Wissen ging ich trotzdem mit ihr zu ihnen. Ich wollte ihr damit doch nur zeigen, dass andere Hunde nicht gefährlich sind.

Nach einem Jahr hatte ich dann einen Hund, der bei Hundebegegnungen bellte und stark an der Leine zog, Tonka war bei jeder Begegnung außer sich.

 

Wir besuchten eine Hundeschule aber das brachte sehr wenig bis nichts.

Ich probierte verschiedene Dinge, aber nichts half. Ich habe mit der Zeit herausgefunden, wenn ich auf Abstand gehe, kommt sie mit der Situation gut zurecht. Bis ich es 10 Jahre später nochmal mit einer Hundeschule versuchte. Dort wurde mir klar gemacht, dass Tonka diese Nähe mit fremden Hunden nicht ertragen kann. Warum tat ich ihr das im Welpenalter dann schon an? Wollte sie ihnen doch nur aus dem Weg gehen und ihren Spaziergang weiter führen.

 

2012 wurde Tonka von einer freilaufenden Hündin gebissen, ein Jahr später darauf ein zweites Mal. Die Wunde heilte sehr schlecht und durch die vielen Tierarztbesuche und Medikamente ging es ihr einige Zeit sehr schlecht.

Dieses Jahr im August holte ich einen 6 Monat alten Hund mit einem kleinen Handicap aus Bulgarien. Loui  ist blind und wurde ausgesetzt. Viele Leute gingen sofort auf Loui zu und streichelten ihn, weil er ja so süß ist. Keinem dieser Menschen ist es aufgefallen, dass dieser Hund blind ist, obwohl er ein Blindensymbol trägt.

 

Dabei hätte er sich erschrecken und zubeißen können.

Viele Einwohner bei uns, lassen ihre Hunde frei laufen. Wir hatten schon viele ungewollte Begegnungen, auch mit verbalen Auseinandersetzungen, weil andere Hundehalter nicht verstanden haben, warum wir keinen Kontakt zwischen den Hunden haben möchten. Ich gebe meinem Hund zu fremden Hunden jetzt schon ein paar Jahre den Freiraum, den sie braucht. Ich sehe es geht ihr und mir damit besser und ich bin froh darüber, dass es den gelben Hund gibt.

 

Ich wünsche mir das jeder Hundehalter davon mitbekommt und das sich Hundehalter gegenseitig respektieren, ihre freilaufenden Hunde an die Leine nehmen, uns Zeit zum Ausweichen geben und verstehen warum mein Hund keinen Kontakt zu anderen Hunden möchte. Dass alle Menschen verstehen, dass wir dies tun, nicht weil wir keinen Kontakt möchten sondern weil es auch um den Schutz meiner Hunde und um den Schutz der Hunde von anderen Hundehaltern geht.

Liebe Grüße und es ist toll das es Euch gibt.


 

Hallo!

ich wollte euch auch unsere Geschichte von unserem Dexter erzählen, der auch ein gelber Hund ist.

Angefangen hat es letztes Jahr mit der Tatsache, dass wir wussten, wir ziehen in einen Bauernhof auf dem genug Platz ist für eine 2. Notnase zu unserer Doggenmaus Arana dazu.

 

Sie haben wir als Welpe von einer Tierschutzorga bekommen nachdem unsere Doggenoma Kira mit 12 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen ist.

Gut, dann schaut man durch die verschiedensten Foren wo Notdoggen angeboten werden und auf einmal sehe ich den dringenden Aufruf für damals noch Bexter (wir haben ihn in Dexter umgetauft). 

 

Um die Anfangsgeschichte kurz zu machen: er hatte es mir angetan und die Dame die ihn hergeben musste (er lebte noch in der Familie) war sehr nett und wir haben ausgemacht, dass ich zu ihnen fahre und mir den Bub mit meiner Arana zusammen anschauen werde und wenn die 2 sich vertragen wir ihn mitnehmen, weil er da dringend weg musste. Nach 4,5h Fahrt waren wir da und die 2 sind über die Wiese gelaufen als ob sie sich seit 20 Jahren kennen würden. Der Bub ist dann nach ca 15 Minuten auch ohne dass irgendwer etwas gesagt hat, in mein Auto eingestiegen wo die Heckklappe noch offen war und hat uns angeschaut als ob er sagen wollte: "so bin bereit wir können los". :-)

 

Leider haben sich dann in den ersten Wochen sämtliche verschwiegenen (oder komischer Weise vorher nicht vorhandenen) Ängste gezeigt. Angefangen hat es damit dass er panische Angst vor geschlossenen Räumen hatte (damit machte auch die Aussage Sinn dass er drinnen angeblich kein Wasser säuft sondern nur draussen, wir vermuten er musste einfach draussen leben und durfte gar nicht ins Haus.) 

Die erste Hundebegegnung war auch die völlige Katastrophe, meine Nachbarin wollte ihn unbedingt sehen, aber sie kam mit ihrem Hund und es regnete in Strömen, womit meine Lederleine wie Schmierseife war und ich keine Chance hatte ihn zu halten, da er aber noch übergewichtig war und sehr schlecht bemuskelt, hatte er gegen den damals ein 3/4 Jahr alten Fonse keine Chance, Dexter war zum Glück zu langsam. 

Da war mir klar was der Kommentar der Tochter auf dem Feld Feld beim anschauen bedeutete, als sie sagte:"schnell Mama da kommt wer..." 

Seit nunmehr einem guten halben Jahr sind wir in einer Hundeschule mit Intensivtraining, nachdem wir mit unseren Versuchen nur sehr zäh voran gekommen sind. 

 

Die Trainerin hat gleich festgestellt dass er kein aggressiver Hund ist sondern er einfach nur Angst hat (und das hatte er am Anfang vor fast allem, mittlerweile laufen wir mit durchhängender Leine über den Flohmarkt!) 

Es ist nach wie vor so, dass er mit anderen Hunden wirklich Probleme hat, weil er nie weiß, wie er damit umgehen soll und Angriff ist für ihn die beste Verteidigung, leider bei einem Stockmaß vom 95cm nicht unbedingt lustig.

Einmal ist er mir aus dem Halsband gerutscht (nachdem er nach einer Magendrehung so viel an Gewicht verloren hatte) und auf eine französische Bulldogge los, ich war machtlos, aber die Bully Dame war so cool und ist einfach stehen geblieben und da hat er gemerkt "ach die bellt gar nicht zurück, ist ja gar nicht gefährlich" und hat ihr kein Haar gekrümmt!

Allerdings ist er mal mit dem Bruder von unserer Arana zusammen gerumpelt und der hat sich gewehrt, da war es nicht leicht die 2 zu trennen. Als wir nach diesem Vorfall einen kleinen Ausflug mit dem Auto gemacht haben, dachte er, er muss wieder weg, weil er extrem unruhig war obwohl er beim Auto fahren normal eine Wucht ist. Als wir wieder daheim waren ist er nicht mehr von seinem Sofa runter :-) Bei diesem Erlebnis hat man die angeblichen 28 Vorbesitzer bzw die ständigen Wechsel gemerkt...

Am Samstag den 13.09. feiern wir seinen Geburtstag weil wir ihn dann genau 1 Jahr haben und dann feiern wir auch seine mittlerweile verheilten Füße die er sich bis vor ca 1 Monat immer noch selbst aufgebissen hat, wenn er Stress hatte (und dadurch, dass er von der Welt nichts kannte, hat er eigentlich immer Stress).

 

Der Bub ist der schwierigste Hund, den ich in meinem Leben je hatte, aber wir lieben ihn und er liebt sein Mädchen und sein Mädchen liebt ihn und lehrt ihm auch sehr viel und mit seinem gelben Halstuch sehen die Leute schon von weitem dass er in Ruhe gelassen werden will.

Auf Grund seiner Größe gehen uns 99% eh alle aus dem Weg, aber das 1% welches nicht aus dem Weg geht, versteht sofort, dass er in Ruhe gelassen werden will (ok manchen muss man es auch noch erklären) obwohl er doch so eine niedliche rosa Nase hat :-)

Ich finde das mit dem gelben Hund wirklich toll und teile auch immer fleißig die Beiträge dass es sehr weit verbreitet wird! 

Ich hoffe, dass wir irgendwann in naher Zukunft soweit sind, dass er andere Hunde einfach ignoriert wenn er nicht mit ihnen spielen will und nicht mehr drauf losbellt wie ein Irrer aber sein Halstuch wird er nicht mehr ausziehen :-)

Danke für diese Initiative! 

Schöne Grüße aus Bayern wünschen unsere Prinzessin Arana mit ihrem Prinz Dexter plus Frauchen!


 

Nele (Australian Shepherd) ist ein “gelber” Hund.

Nele, geb. 2010, wuchs als ganz normaler Hund mit 2 anderen Aussies auf, mit Welpentreff und Hundeschule. Sie hatte keinerlei Probleme mit anderen Hunden.

 

2011 waren wir im Urlaub und dort fing alles an. Im gleichen Hotel wohnte eine Dame mit einer Schäferhündin, welche noch nicht erzogen war. Eine ganze Woche lang, bei jeder Begegnung, rannte der DSH Attacke auf Nele. Da auf dem Weg auch viele Menschen ohne Hund waren, liess ich Nele nicht einfach frei. Aber seit dieser Zeit mag sie keinerlei Nähe zu anderen Hunden mehr. Sie spielt mit manchen Hunden, wenn die ihr dann aber ausserhalb des Spieles begegnen und zu nahe kommen, zeigt sie, dass sie das nicht möchte. Sie beisst nicht, aber hat eine sehr klare Körpersprache und Hunde, welche diese nicht verstehen, bekommen es dann deutlich mitgeteilt.

 

Ich versuche schon immer Abstand zu halten, aber wer kennt nicht die Hundehalter, die zwar einen Hund an der Leine haben, aber das ist schon alles.

Ich arbeite aber auf jeden Fall weiter an “unserem” Problem und vielleicht können wir das ja etwas ändern.


 

Ja, auch Rex ist nun ein Gelber Hund …

Vor nunmehr fast 8 Monaten holten wir ihn am Flughafen ab – die Tierschutzorganisation Anahi hatte ihn von Gran Canaria aus auf die Reise geschickt, nachdem er sich einer Mitarbeiterin beim Rudel-Gassigang angeschlossen hatte.

Auch seine Vorgängerin, Sissi, stammte von Anahi, sie war ein wunderbarer Hund, bestens sozialisiert und freundlich zu allem, was lebte. Wie Rex war sie ein Schäfermix, die beiden sind sich fast wie aus dem Gesicht geschnitten und es ist sogar gut möglich, dass sie seine Urururgroßmutter war, denn vor ihrem Abflug nach Deutschland hatte sie auf der Insel noch Junge bekommen.

Sie erreichte trotz ihrer Größe das stolze Alter von fast 18 Jahren, wir hatten eine ungeheuer glückliche Zeit miteinander und brauchten nach ihrem Tod beinahe drei Jahre, bis wir wieder offen waren für eine neue Hundebeziehung, und so entschieden wir uns dann für Rex.

 

Wir „kauften die Katze im Sack“, d.h. man hatte uns geschrieben, er sei „lieb und nett“, und natürlich hatten wir Fotos gesehen. Auf einem dieser Bilder empfand ich seinen Blick als … hm … stechend irgendwie und ich ahnte, dass da etwas auf mich zukommen könnte, das noch einige Schwierigkeiten mit sich bringen würde.

 

Trotzdem ließen wir uns darauf ein, besonders ich verließ mich auf meine Hundeerfahrung und mein „Händchen“ für sie, aber gleich der erste Tag endete dann mit einem großen Schock, und zwar für alle Beteiligten.

 

Rex erlebte einen regelrechten Kulturschock, er konnte und kannte noch so gut wie gar nichts, war etwa zwei Jahre alt, damit also im besten Flegelalter und dazu kam, dass er frisch kastriert war, seine Hormone also wohl Samba in ihm tanzten.

„Ey, du bist eine Terrortöle“, warf ich ihm durchaus mal an den Kopf, wenn er uns weder etwas essen noch irgendwo sitzen ließ, ohne uns ständig und wüst zu bespringen. Seine „Geschäfte“ erledigte er mit Vorliebe auf den Teppichen, sehr gern auch auf dem Sofa, ich hielt und halte all die heftigen Erlebnisse mit ihm in meinem Blog fest: ·

http://myblog.de/rex-my-love

 

Eine gute Methode, seine Gedanken immer wieder neu zu sortieren, und ich war sehr dankbar für den einen oder anderen Tipp, den ich von Lesern bekam.

Die ersten Monate fütterte ich ihn fast ausschließlich aus der Hand, um eine Bindung aufzubauen, ich trainierte täglich mit ihm, hatte dabei allerdings immer wieder große Schwierigkeiten, Zugang zu seinem schwierigen Charakter zu finden, einen Draht zu ihm aufzubauen, denn dieser Hund ist wahrlich ein Ausbund an Sturheit.

 

Auf der anderen Seite ist er sehr intelligent und lernt schnell, sofern er denn einen Sinn darin sieht, und ich selbst bin äußerst konsequent, es gibt bei mir also kein heute so und morgen so und irgendwann begann das, Wirkung zu zeigen und ich kann wirklich sagen, heute leben wir mit einem liebenswerten Hausgenossen zusammen, der so richtig angekommen ist und sein Leben aus vollen Zügen genießt.

 

Nur ein Problem habe ich leider nach wie vor, und das ist sein Benehmen beim Gassigehen.

Aus seinem Verhalten kann man schließen, dass er früher vermutlich einen Halter hatte, der ihn misshandelte. Gut möglich, dass dieser so wenig mit ihm klarkam, dass er ihn einfach aussetzte. Danach hat er dann länger als ein Jahr im Zwinger gesessen, zusammen mit einer Hündin und zeitweise wohl auch mit einem weiteren Rüden. Aus seinem extremen Futterneid folgerte ich, dass er oft den anderen beim Fressen hatte zusehen müssen, und genau das wurde mir dann von Gran Canaria bestätigt – dieser Zwinger kam aus organisatorischen Gründen immer als Letzter an die Reihe, wenn es ans Füttern ging, wen wundert’s also, wie er sich verhielt?

 

Ich vermute, dass sein gespanntes Verhältnis zu Artgenossen aus dieser Zeit herrührt. Sobald sich uns ein anderer Hund nähert, reagiert Rex sehr unsicher, bellt, springt, spielt den Leinen-Rambo, was dann natürlich von den anderen erwidert wird.

Nein, geschnappt oder gar gebissen hat er noch nie und wenn man den Hunden die Zeit gibt, sich in Ruhe einander anzunähern, funktioniert dies in der Regel auch, aber ich denke, es wird noch lange brauchen, bis sich unsere Beziehung so gefestigt hat, dass er nicht mehr das Gefühl hat, vorpreschen zu müssen, sondern sich auf mich und die Sicherheit, die ich ihm gebe, verlassen kann … sofern es denn überhaupt so weit kommen sollte.

Natürlich ist er ständig angeleint, das Problem sind die vielen Hunde bzw. die Halter, die meinen ihrem Tier unbedingt etwas Gutes tun zu wollen, indem sie es frei laufen lassen. Vielleicht ist es auch nur Bequemlichkeit von ihnen, auf jeden Fall treffe ich immer wieder auf Leute, die ihre Hunde absolut nicht im Griff haben, und ich sterbe ständig tausend Tode, weil ich an jeder Wegeskurve Angst habe, dass gleich wieder ein Hund auf uns zugestürmt kommt.

 

Schon aus diesem Grunde trägt Rex nun Gelb und ich tue alles, um zu helfen, diese Aktion bekannter zu machen, denn in unserem Falle geht es nicht nur um die anderen Hunde, sondern auch um LKWs, Mopeds und Radfahrer, auf die er mitunter in Rambomanier reagiert.

Mir wäre schon sehr geholfen, wenn gerade die Radler sich nicht immer leise von hinten heranpirschen und uns dann mit einem Affenzahn überholen würden, sondern wenn sie beizeiten klingelten und dann das Tempo etwas reduzierten, denn dann könnte ich Rex zuvor in aller Ruhe Sitz machen lassen und ein entspannteres Verhalten trainieren.

Auf jeden Fall eine ganz hervorragende Idee, diese Aktion „Gelber Hund“!

 

Liebe Grüße von der „Rex-Mama“


 

Hallo, ich möchte über jacko erzählen:

er kam mit 10 Monaten zu einem Bekannten als jack-russell mix. Zu dem Zeitpunkt war ich der hundesitter während herrchen arbeitete. Jacko hatte vor allem und jedem angst ausser anderen hunde.

Leider hatte sein herrchen keine hundeerfahrung, besonders in bezug auf einen ängstlichen Hund. Meine Ratschläge wurden auch nicht beachtet. So kam es das jacko immer öfter und längere Zeiträume bei mir blieb.

Bis zu dem Zeitpunkt das sein herrchen sagte: entweder du nimmst den Hund oder ich stecke ihn ins tierheim.

 

So kam es das meine sehr gechillte cooker dame missy einen Kollegen bekam. In den letzten zwei jahren haben wir an vielen Dingen gearbeitet. Da seine panik immer so schlimm War sobald er außerhalb der Wohnung war musste ich etwas finden das ihn ablenkt: sein Spielzeug. Mit dem Ball konnte ich ihn an vieles gewohnen, mit ihm zug und bahn fahren, besuch empfangen, Geräusche tolerieren. Wir haben aber auch noch viel Arbeit vor uns:

 

leinenfuhrigkeit, akzeptieren das Frauchen auf fahrrad steigt uvm. Wir werden in rahmen unserer Möglichkeit wissen über den gelben hund in bonn verteilen, weil es ja uns hilft wenn viele menschen davon wissen. Leider ist es uns nicht bekannt warum er so stark ausgeprägte Ängste bis zur panik bis zur angstaggression hat. Wir können nur daran arbeiten und sein und unser leben erträglicher machen. Wir sind auf einem guten weg und schauen der Zukunft zuversichtlich entgegen. Schlimm sich vorzustellen wie es jacko ergangen wäre hätte er bei uns kein zu hause gefunden hätte. Lg Sylvia, missy und jacko


 

Hallo, mein Name ist Paula. Ich bin eine 7 jährige AmStaff-Bulldogge- Mischlingshündin und jetzt auch ein „gelber Hund“.

Zu meiner Geschichte: Viele Jahre zog ich als Zuchthündin viele Welpen groß. Mit der Zeit ging es mir so schlecht, dass ich nur noch verkrüppelte Würfe bekam. Die Schmerzen waren groß und so wehrte ich mich gegen den Zuchtrüden. Zuerst landete ich im Zwinger, von Einschläferung war die Rede.

Zum Glück brachte man mich dann doch ins Tierheim, wo ich erfolgreich den Wesenstest absolvierte. So blieb ich da ein gutes Jahr. Die Pflegerinnen kümmerten sich sehr gut um mich. Es stellte sich heraus, dass ich ein krankes Herz habe und mit meinen Gelenken etwas nicht okay war.

 

Im November 2013 durfte ich dann in mein jetziges Zuhause umziehen (mittlerweile meine 5. Bleibe). Ich wurde noch kastriert und die Gelenke untersucht. Das Ergebnis war alles andere als schön. An beiden Hinterbeinen stellte der Arzt eine schwere Arthrose fest, sowie eine HD (Hüftgelenkdysplasie) und Spondylose (Verkalkungen der Wirbelsäule). Ich hätte niemals zur Zucht zugelassen werden dürfen, da ich von Geburt an schon eine Fehlbildung der Hüftgelenke hatte. Durch die massiven Belastungen als Zuchthündin, wurden die Schmerzen unerträglich. Meine Abwehrreaktion dem Rüden gegenüber, war die einzige Möglichkeit mich vor noch mehr Leid zu schützen!!!

 

 

Aufgrund meiner Erkrankungen führe ich mittlerweile ein sehr ruhiges Leben. Ich bin eben ein richtiger Kampfkuschler und habe absolut keine Probleme mit Menschen- ob groß oder klein. Aber- ich möchte von unangeleinten Hunden in Ruhe gelassen werden. Mein Frauchen und ich laufen mittlerweile nur noch Wege wo wenig los ist. Außerdem weichen wir aus, drehen um oder geben deutliche Zeichen, dass wir keinen näheren Kontakt zu fremden Hunden wünschen. Doch leider war es schon zu oft der Fall, dass freilaufende Hunde in vollem Tempo auf uns zugerannt kamen. Das macht uns Angst und ich bekomme große Panik- was auch für mein Herz nicht gut ist.

 

Wenn ich wieder einen Arthroseschub habe und nicht so schnell laufen kann, bekommen wir noch mehr Angst, da unsere Signale oft ignoriert werden. Wird der andere Hund angeleint, kann mich mein Frauchen auch mal absitzen lassen. Sie stellt sich dann vor mich und mit einem Leckerli lasse ich mich (meistens :-))gut ablenken. Mit bekannten Hunden laufe ich brav an der Leine nebenher. Aber auch da brauche ich meinen Freiraum. Ich war auch schon ein paarmal in der Hundeschule und auch da klappte das Training an der Leine „SocialWalk“ ganz toll.

Allerdings bin ich nach jedem Training so kaputt gewesen, dass wir es aus gesundheitlichen Gründen erst mal einstellen mussten.

Ich komme mit meinen Handicaps eigentlich gut klar, doch noch bin ich anderen Hunden gegenüber sehr misstrauisch und das zeige ich auch.

Wir finden Yellow Dog klasse und hoffen, dass sich die Aktion immer mehr verbreitet. Denn für uns heißt soziales Verhalten auch Respekt, Akzeptanz und Rücksicht auf die Grenzen „anderer“ Hunde und vielleicht kann ich so auch wieder mehr Vertrauen fassen.

 

Liebe Grüße an alle Schnüffelnasen

Sarina mit Paula


 

Hallo

 

Heute möchte ich Euch meine Geschichte erzählen,..

Ich bin bei einem Tiermessi geboren..wir waren 26 in einer 3-Zimmerwohnung..nach draussen kamen wir nie und zu futtern gab es auch nicht die Welle.Ich war eine der jüngsten dort und in der Rangordnung ziemlich hinten. Dem entsprechend kam ich auch zuletzt an die Reihe sei es mit Futter oder auch mit einer streichelnden Hand.Da ich auch ziemliche Angst vor Zeitungen habe vermutet mein Frauchen das ich damit auch mal gehauen wurde. Mittlerweile war ich 6 Monate alt als der Tag kam wo es ziemlich laut und hektisch wurde...wir wurden durch eine Sicherstellung eingefangen und ins Tierheim gebracht...Dort verbrachte ich weitere 4 Monate. Eines Tages als ich mit meinem Rudel im Zwinger umherlief endeckte ich dort mein jetziges Frauchen lief auf sie zu und winselte sie an ....es war Liebe auf den ersten Blick..und als die Gerichtsverhandlungen abgeschlossen waren durfte ich in mein neues Zuhause einziehen.

 

Jetzt werde ich liebevoll umsorgt und habe auch vertrauen zu meinen Menschen gefunden,aber draussen habe ich fürchterliche Angst ..Noch mehr wie vor Menschen habe ich Angst vor Hunden, egal ob sie gross oder klein sind..ich habe Angst.Leider treffen wir sehr oft Hunde im Park die nicht angeleint sind.Ich laufe dann immer schnell zu Frauchen und krabbel am Bein hoch um ihr zu sagen *bitte nehm mich hoch* was sie auch tut..immer wieder muss sie sich dann aber blöde Sprüche anhören und zwar von denen die ihre Hunde frei laufen lassen..

 

Eines Tages endeckte Frauchen dann die Seite *gelber Hund* und war begeistert...

Sofort wurde ein Halstuch und eine Schleife bestellt und so bin ich ein gelber Hund geworden :o)

Hier wissen nicht viele Leute was das bedeutet aber Frauchen klärt jeden auf der dannach fragt und wer weiss...vielleicht können wir Dank der Aktion gelber Hund eines Tages ohne Angst im Park spazieren

 

Liebe Grüsse Bella


 

Hallo, Ich bin Naru, eine reinrassige Kurzhaarcolliehündin.

 

Geboren wurde ich 2012 in Polen und dann bin ich von dort nach Dänemark zu einer Kurzhaarcolliezüchterin umgezogen.

Dort hat es 2009 schon mal einen Tierschutzrelevanten Vorfall gegeben, sodass der Züchterin einige Hunde weg genommen worden sind. Doch das wusste meine Züchterin in Polen leider nicht und hat gedacht, dass sie mich in gute Hände gegeben hat.

Doch leider war das nicht so. In Dänemark haben wir mit vielen anderen Hunden zusammen gelebt, aber nur Collies, was anderes kenne ich nicht.

Auf den großen Zuchtausstellungen wurden ich und meine Freunde präsentiert und tatsächlich wurde mein Kumpel im Mai 2015 in Dortmund zum schönsten Hund der Rasse geehrt, mit dem Titel „Europasieger 2015“. Das fanden die Rassevertreter in Deutschland ganz furchtbar, denn mein Freund hatte Untergewicht und viele Narben im Gesicht. Die Kurzhaarcollies sind ja eigentlich eine gesunde Rasse.

 

Dann haben hier in Deutschland viele Züchter und Deckrüdenbesitzer und Rasseliebhaber versucht den VDH davon zu überzeugen, dass meine Besitzerin hier ein Ausstellungsverbot bekommt. In Dänemark wird sie schon lange beobachtet und dort werden schon Informationen über die Zustände gesammelt, damit man nach Möglichkeit wieder die Hunde holen kann.

Ich bin ja jetzt drei Jahre alt, ihr wisst bestimmt was das für einen Zuchthund heißt? Ich wäre jetzt alt genug um Babies zu bekommen. Das wollten die Leute in Deutschland aber nicht und haben mich „gekauft“ (naja eigentlich lächerlich, meine Besitzerin hat mich fast verschenkt).

In Deutschland lebe ich jetzt bei meinem Kumpel Robin, der ist eingetragener Deckrüde und einfach mein aller bester Freund auf der Welt. Robin hilft mir im Alltag, er ist besonders nett mit ängstlichen Hunden und hat schon öfter gelbe Hunde getroffen, die er in dem Angstabbau unterstützen durfte.

Darum ist das mein Glück. Der Robin hat auch für mich das gelbe Tuch schon lange getragen, damit die Leute in unserer Umgebung das schonmal kennen BEVOR ich komme.

Als ich hier ankam war ich zu dünn, hatte Flöhe und Milben in den Augen und Ohren und Würmer. Außerdem habe ich viele Narben von Beißereien. Mein ganzes Gesicht, meine Beine und auch mein Rücken sind übersäht mit Narben, auch fühlt man am Schädel ein Paar Einkerbungen.

Meine Leber, Niere, Magen und Darm sind stark angegriffen, da ich falsch gefüttert wurde (Wenn es mal was gab). Ich habe am Anfang nichts gefressen, was gesund war, nur billiges Trockenfutter und Dosenfutter. Aber meine neue Familie hat mich langsam von diesen Zuckerbomben entwöhnt und jetzt mag ich schon alles, sogar rohe Möhren werden schnell weggefuttert.

Ich habe aber auch schon Probleme mit Arthrose und mit ganz verspannt überall, wohl weil ich den Witterungsbedingungen ausgesetzt war.

Draußen wird mir schnell alles zu viel. Ich verbelle alle Hunde, alte Leute mit Rollator oder auch Walker und Menschen mit Regenschirmen. Das macht mir einfach echt viel Angst. Aber die Leute hier in unserer Umgebung sind sehr nett und kennen das gelbe Tuch und wissen, dass ich Platz brauche.

Manchmal fragen Leute auch, wie es mir geht und viele merken auch, dass ich immer mehr Vertrauen aufbaue und freuen sich für mich, dass es einfacher wird.

Robin passt aber auch gut auf mich auf und durch ihn kann ich meine Unsicherheiten immer weiter abbauen. Wir sind die allerbesten Freunde. Und das beste ist: ich brauche mir keine Sorgen mehr darüber machen, dass ich bald eine Mama werden soll.

Denn hier ist keiner Interessiert an hündischem Zuwachs, sondern nur daran, dass es uns gut geht.

Ich wünsche allen gelben Hunden so viel Verständnis in ihrem Umfeld, wie ich es bekomme.

Eure Naru

Ansprechpartner

 

Ramona Noack

Koschendorfer Str. 6

03116 Drebkau

03 56 02 / 51 437

gelber.hund@gmx.de

Trägerverein

 

Gelber Hund und Freunde e.V.

1. Vorsitzende Ramona Noack

www.gelber-hund-und-freunde.de